„Glück auf“ für flächendeckendes regionales Gesundheitszentrum

Im kleinen Rahmen und vorerst im Ärztezentrum gibt es in Fohnsdorf ein Gesundheitszentrum. Ab Jänner des kommenden Jahres und dann in eigens dafür adaptierten Räumen in der Mittelschule nimmt die Primärversorungseinrichtung (PVE) Murtal ihren Vollbetrieb auf.

„Die Barmherzigen Brüder sind immer dort, wo es weh tut“, so Oliver Szmej. Er ist  Krankenhausvorstand der Barmherzigen Brüder Graz, welche die PVE betreibt. Und weh hat es den beiden niedergelassenen Ärzten sicher schon oft getan, denn der Andrang der Patienten war kaum noch zu schaffen. Aus Sicht des Bürgermeisters Helmut Tscharre ist die PVE in erster Linie wegen der ärztlichen Versorgung, aber auch für die sinnvolle Nutzung der leer stehenden Räume in der Mittelschule   ein  Glücksfall für Fohnsdorf. Immerhin 13  Ausschreibungen hatten keine einzige Meldung eines Arztes oder einer Ärztin zur Folge gehabt. Mit geförderten 750.000 Euro werden Klassenzeimmer zu einem modernen Zentrum ausgebaut, in welchen außer Ärzten auch Therapeuten, diplomierte Pfleger  und  Berater Platz finden.  Manuela  Ehrenhöfer und ihr Team, vorerst Pendler,  pflegt die Zusammenarbeit mit den niedergelassen Ärzten. Sie kann vom „Probelauf“ nur Gutes berichten, wie überhaupt dort, wo die PVE bereits länger in Betrieb sind, von allgemeiner Zufriedenheit berichtet wird.  In Fohnsdorf ist das PVE Montag und Mittwoch von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet, ab September von Montag bis Freitag.

Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl hat angekündigt, dass in Murau, Neumarkt/Scheifling und Knittelfeld PVE entstehen. Insgesamt sind aktuell 15 in Betrieb und weitere 15 sollen eingerichtet werden. Landeshauptmannsstellvertreter Anton Lang bezeichnete sie als Versorgung auf höchstem Niveau. Zur offiziellen Eröffnung sind auch der Landesausschussvorsitzende der ÖGK, Josef Harb, Bernd Leinich vom Gesundheitsfonds und Klubobmann Hannes Schwarz angereist. Weil sich das schon jetzt abzeichnet, sind sie überzeugt, dass die PVE die Gesundheitsversorgung der Zukunft sind, zumal sich jetzt schon sowohl junge Ärzte dafür interessieren, als auch bereits pensionierte Ärzte Freude am Mitmachen bekunden. Zweite Landtagspräsidentin Gabriele Kolar, LAbg. Bruno Aschenbrenner, Vbgm. Volkart Keinzl, Gemeindekassierin Brigitte Wolfger und weitere Gemeinderäte haben ihr großes Interesse und ihre Freude durch ihr Erscheinen bei der Eröffnugnskonferenz bekundet.  Wie in Fohnsdorf, sind  bis zu einem solchen Zeitpunkt unzählige Gespräche und Organisatorisches notwendig, aber auch die Prüfung der Notwendigkeit  In Judenburg ist diese nicht gegeben, es sei denn die niedergelassenen Mediziner entschließen sich, in einem PVE mitzuarbeiten.

Gertrude Oblak