Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
Die Verschwendung des Quellwassers aus der Flaisenquelle im Fohnsdorfer Ortsteil Sillweg sieht Vbgm. Volkart Kienzl als Frevel.
Über Veranlassung des Bürgermeisters Mario Lipus wurde im Jänner dieses Jahres die Flaisenquelle ohne Gemeinderatsbeschluss geschlossen. Das Quellwasser rinnt ungenützt den Hang hinunter. Vbgm. Volkart Kienzl dazu: „Die Schließung war unzulässig und inhaltlich nicht begründbar. Beim Quellwasser handelt es sich um Trinkwasser höchster Qualität.“ Sein niedriger Kalkgehalt sei für Rohrleitungen, Maschinen und Geräte von Vorteil. Kienzl argumentiert seinen Einsatz für die Nutzung auch mit der Versorgungssicherheit, die im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen immer wichtiger wird. Nun muss in niederschlagarmen Zeiten zusätzlich Wasser nach Sillweg gepumpt werden. Kienzl besteht auf den Wiederanschluss der Flaisenquelle an das öffentliche Wasserleitungsnetz: „Die Auflassung ist ein absoluter Frevel.“ In der Gemeinderatssitzung vom 27. Juni 2024 hat er bereits so argumentiert, dass die Quelle 20.000 Liter Wasser pro Tag schüttet, bei entsprechenden Niederschlägen bis zum Doppelten. Kienzl hat auch Zahlen: „Jährlich versickert Wasser im Wert von 40.000 Euro oder mehr.“
Sillweger kämpfen um „ihr“ Wasser
Bürgermeister Helmut Tscharre hat das Problem, mit dem auch ein Anwalt befasst ist, von seinem Vorgänger Mario Lipus geerbt: „Wir müssten im Falle der Nutzung der Quelle ein 62.000 Quadratmeter großes Brunnenschutzgebiet haben. Außerdem ist Fohnsdorf an die Ringleitung angeschlossen und hat damit immer genug Wasser.“ Kienzl kontert: „Das Schutzgebiet war vor der Schließung rund 500 Quadratmeter groß und das wäre bei Nichtschließung auch so geblieben.“ Er vermutet, dass sich weder Tscharre noch der Umweltausschussobmann Markus Brunnhofer, welche die Gemeinde im Wasserverband vertreten, der Dringlichkeit des Problems bewusst sind. Die Quelle befindet sich auf einem Hang und wird auch bei einem Blackout ohne Pumpe, also mit Eigendruck Wasser liefern. „Wir fordern den sofortigen Wiederanschluss der Quelle. „Wir Sillweger lassen uns das Wasser nicht grundlos wegnehmen und werden daher nicht lockerlassen, bis der Anschluss erfolgt ist“, so Gemeinderat Dominik Wildbolz. Kienzl: „Derzeit haben wir eine Lose-Lose-Situation, weder die Gemeinde noch die Grundstückseigentümer können die Quelle nützen.“ Er schlägt eine Vereinbarung mit den Grundstückseigentümern Renate und Peter Bärnthaler, Inge und Martin Bärnthaler und Gertraud Bärnthaler vor, die ihnen einen Freiwasserbezug von zwei Kubikmeter pro Tag – also nicht per Person – zusichert. Der „Sturm im Wasserglas“ hat damit begonnen, dass die Gemeinde den neuen Grundstückseigentümern keinen Freiwasserbezug gewähren wollte und die unsägliche Schließung veranlasst hat.
Gertrude Oblak




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